|
Die vielen Brunnen an der Straße nach Kambos sowie der Springbrunnen am Vounaki-Platz und in der Martyronstraße zeigen deutlich, dass die Türken das Wasser und die mit ihm verbundenen Begünstigungen verehrten.
Der Vounaki-Springbrunnen erinnert stark an eine kleinere Reproduktion des Brunnens in Lysistrati. Der Melek Pasha ist hingegen ein Beispiel türkischen Barocks. Dieser viereckige Marmorspringbrunnen hat ein Holzdach und ist mit eingravierten Pflanzenmotiven verziert. Den Lobinschriften zufolge stiftete der Wesir Melek Pasha den Springbrunnen im Jahre 1768. An jeder Seite des Brunnens finden sich Inschriften. Im westlichen Teil des Bauwerks bezeugt eine Gravur, dass der Wesir diesen Springbrunnen für das Gemeinwohl von Chios gespendet hat. Die Inschrift im Norden berichtet davon, dass Melek Pasha die griechische Geschichte bewundert und verehrt hat. Zudem besagt sie, dass Alexander der Große wieder auferstehen würde, wenn er das Wasser des Springbrunnens trinken würde. Im Osten berichtet eine Gravur vom großen Respekt des Pashas für die Chioten, für die er das Wasser gefunden und denen er den Brunnen gespendet hat.
|