Chios, Griechenland Startseite Sitemap en gr de it nl tr
Hotels, Ferienwohnungen Chios
Chios Hotels
Chios Ferienwohnungen
Mietwagen Chios
Anreise
Immobilien auf Chios
Restaurants
Nachtleben
Strände auf Chios
Dörfer auf Chios
Sehenswürdigkeiten
Museen & Galerien
Top 10 Strände & Sehenswürdigkeiten
Wetter Chios
Webcams auf Chios
Fotos
News (griechisch)
E-Card verschicken
Landkarten von Chios
Chios Videos
Gut zu wissen
Geschichte



 





Römerzeit, Frühes Christentum, Frühbyzantinik (80 v. Chr. – 600 n. Chr.)
 

Säulenkapitell

Schriftliche Quellen aus der frühchristlichen Zeit von Chios sind nicht nur selten, sondern widersprechen sich auch häufig. Daher ist es für Forscher schwer, etwas über diese Zeit auf der Insel herauszufinden. Zum Beispiel ist nicht bekannt, ab welchem Zeitpunkt sich das Christentum auf der Insel verbreitete. Nach chiotischen Überlieferungen kam der Apostel Paulus auf seiner Mission durch Griechenland im Jahre 54 n. Chr. auf die Insel. Dafür gibt es aber keine historischen Belege. Andererseits beweist die Schrift „Das Leben von St. Nikon von Neapel”, das auf Chios kurz vor der Hetzjagd auf den römischen Kaiser Decius im 3. Jahrhundert n. Chr. keine christliche Gemeinde existierte. Die Schrift berichtet weiter, dass eine Vision St. Nikon nach Chios führte. Er betete und fastete dort acht Tage auf einem Berg. Nachdem er auf der Insel keinen einzigen Christen angetroffen hatte, stieg er wieder in sein Schiff und segelte weiter nach Kleinasien.

 
Deckenmosaik

Der aus Alexandria stammende St. Isidor verbreitete den christlichen Glauben als erster. Er war der Schutzheilige der Insel und erlitt 250 n. Chr großes Lied unter dem römische Kaiser und Eroberer Decius, als er im Dienst der römischen Flotte auf Chios landete.

Die erste offizielle Aufzeichnung eines chiotischen Bischofs findet sich in der episkopanischen Liste der Bischöfe, die die vierte ökumenische Versammlung von Nicea 451 n. Chr. besucht hatten. Hier erfährt man von Bischof Tryphon, der als „Bischof der Insel Chios“ geführt wird. Gegen Ende des 5. Jahrhunderts n. Chr. lag Chios unter der Herrschaft des Feldherrn Justinian II. Aufzeichnungen berichten davon, dass es auf der Insel ein öffentliches Handelshaus gab, das der Staat selbst verwaltete.

 
Bodenmosaik

Über die Gebäude auf der Insel in der frühchristlichen Zeit finden sich nur wenige Hinweise. Reisende besuchten die Insel zwar schon seit dem 8. Jahrhundert n. Chr. Doch während sie die Schönheit der Natur und das soziale sowie wirtschaftliche Leben auf Chios sehr detailliert beschrieben, fehlen Berichte über die Bauten fast völlig oder sind fehlerhaft. Die einzige zuverlässige Gebäudebeschreibung liefert der venezianische Geistliche Gerbanus Gerbani. Er beschreibt die Basilika des St. Isidor, weil er dort 1125 die heiligen Überreste des St. Isidor entwendete und nach Venedig überführte.

Jedoch lassen die frühchristlichen Basiliken, die Strandhäuser, Bauernhöfe, Mosaikböden, Ruinen, Skulpturen sowie die Verbreitung der Münzen darauf schließen, dass sich die Insel vom 4. bis 7. Jahrhundert n. Chr. in einem wirtschaftlichen Aufschwung befand, nachdem sie von Kriegen, Erdbeben und Hungersnöten heimgesucht worden war.

© 2006 chiosonline.gr - Impressum - Kontakt - Unternehmen - Links