Über die Gebäude auf der Insel in der frühchristlichen Zeit finden sich nur wenige Hinweise. Reisende besuchten die Insel zwar schon seit dem 8. Jahrhundert n. Chr. Doch während sie die Schönheit der Natur und das soziale sowie wirtschaftliche Leben auf Chios sehr detailliert beschrieben, fehlen Berichte über die Bauten fast völlig oder sind fehlerhaft. Die einzige zuverlässige Gebäudebeschreibung liefert der venezianische Geistliche Gerbanus Gerbani. Er beschreibt die Basilika des St. Isidor, weil er dort 1125 die heiligen Überreste des St. Isidor entwendete und nach Venedig überführte.
Jedoch lassen die frühchristlichen Basiliken, die Strandhäuser, Bauernhöfe, Mosaikböden, Ruinen, Skulpturen sowie die Verbreitung der Münzen darauf schließen, dass sich die Insel vom 4. bis 7. Jahrhundert n. Chr. in einem wirtschaftlichen Aufschwung befand, nachdem sie von Kriegen, Erdbeben und Hungersnöten heimgesucht worden war. |