|
Auf dem Berg Aipos finden sich Spuren menschlicher Zivilisation von der späten Klassik bis zur Römerzeit. Überreste antiker Bauten wurden in Evriaki, Makria Skala, Gyrisma tou Kambouri und an anderen Orten gefunden. Zu diesen Funden gehören Ruinen von Terrassen, die Mauern von Bauernhöfen, Brunnen sowie Bruchstücke von Ziegeln, kleinen Statuen und Töpferwaren. Bezeichnend für die Gegend sind jedoch die Ruinen von Rimokastro.
Am der abschüssigen Küste steht ein Gebäude, dessen Grundmauern heute noch an ihrem ursprünglichen Platz zu finden sind. Das Mauerwerk besteht aus riesigen Kalkblöcken und wird durch zwei Mauern in drei kleinere Räume eingeteilt. Um das Gebäude findet man zwei Terrassen, eine größere im Westen und eine kleinere im Süden. Südlich des Hauptgebäudes ist der Boden mit Tonsplittern, Vasen und anderen Töpferobjekten aus der späten Klassik bedeckt. Das Gebäude war wohl einst ein Bauerngehöft mit Vorratslager, dass die Bedürfnisse der kleineren umliegenden Bauernhöfe bediente.
Es ist schwer zu ergründen, warum die Siedler von Rimokastro diese felsige Gegend als neue Bleibe auserkoren haben. Die ungefähr 70 Steinhaufen auf der Ebene von Soron tis Grias, von denen der größte 7 m hoch und 40 m im Durchmesser ist, stammen wohl von dem Versuch, hier kultivierbares Land zu finden. Genau lässt es sich aber nicht sagen.
|