Chios Mills
Insel Chios Reiseführer, Chios Griechenland
Die Insel Chios
Insel Chios Reiseführer, Chios Griechenland
Strände
Insel Chios Reiseführer, Chios Griechenland
Veranstaltungen
Insel Chios Reiseführer, Chios Griechenland
Sehenswertes
Insel Chios Reiseführer, Chios Griechenland
 

 



 

Museum des Klosters Nea Moni

Nea Moni MuseumDas Museum ist in einer alten, zweistöckigen Klosterzelle untergebracht. Es liegt nordwestlich von der Hauptkirche (Katholikon) des Klosters. In den frühen 1980er Jahren konnte es dank einer Spende von Herrn Chandris restauriert werden.

 
Im oberen Stock des Gebäudes befindet sich die Ausstellungsfläche, die aus zwei Räumen und einem kleinen Zimmer für die Museumswärter besteht. Im Erdgeschoss sind ein kleiner Andachtsraum und das Lager untergebracht. An der Rückseite des Museums befinden sich die sanitären Anlagen.
 
Während des Massakers der Türken 1822 wurde auch das Kloster geplündert. Daher stammen die meisten Ausstellungsstücke aus der Zeit nach der Plünderung. Unter ihnen finden sich postbyzantinische Ikonen, silberner Kirchenschmuck sowie Stickereien und Webereien.
 
Am bedeutendsten ist das „Pefki“, ein seidener Vorhang, der mit goldenen und silbernen Blumenmotiven verziert ist. Nach der eingestickten Inschrift stellten es chiotische Näher im Jahre 1742 für das Kloster Nea Moni her. Sein ursprünglicher Nutzen ist unbekannt.
 
Das Kloster der Nea Moni wurde im 11. Jahrhundert ungefähr zwischen 1042 und 1056 errichtet. Es ist Mariä Himmelfahrt gewidmet. Das Kloster liegt im Inselinneren von Chios und erstreckt sich über eine Fläche von 17.000 qm. Nea Moni besteht aus der Hauptkirche (Katholikon), zwei kleineren Kirchen, einem Speisegebäude, den Klosterzellen (kelia) und unterirdischen Zisternen, die die Wasserversorgung des Klosters sicherten. Im Nordwesten des Klosters befindet sich ein Verteidigungsturm. Ein Schutzwall umgibt den gesamten Komplex.
 
Nach Überlieferungen des Klosters wurde Nea Moni von Konstantin IX, einem berühmten Eroberer und Feldherr, gegründet. Dabei handelte er aber nicht uneigennützig: Er hoffte, dass die drei chiotischen Mönche dort voraussehen würden, dass seine Verbannung nach Lesbos nicht endgültig war und er auf den Thron zurückkehren konnte. Das gelang ihm sogar.

Die drei Mönche entdeckten die Ikone der Heiligen Jungfrau Maria an einem Myrrhestrauch. An dieser Stelle errichteten sie eine kleine Kirche und ein paar Wohnhäuser. Konstantin IX stattete das Kloster mit Besitztümern und Geld aus, was im byzantinischen Finanzsystem normalerweise nicht üblich war. Dadurch wurde Nea Moni zu einem der reichsten und bekanntesten Klöster der Ägäis. Der Reichtum erhielt sich bis zur türkischen Besatzung der Insel 1822. Nach der Plünderung erfolgte der finanzielle Abstieg des Klosters.

Im Zentrum des Klosters liegt die auch Katholikon genannte Hauptkirche. Sie besteht aus dem Kirchengebäude sowie einem Eso- und Exonarthex. Das Bauwerk wurde im für die Insel typischen oktagonalen Baustil errichtet, den man neben Chios nur noch auf Zypern findet.

Neben dem Katholikon liegen noch weitere Gebäude innerhalb der Klostermauern. Dazu gehört der Tempel zum Heiligen Kreuz. Er steht neben dem Eingangstor und enthält die Gebeine der Märtyrer und Krieger, die beim Massaker von Chios ums Leben kamen. Rechts von der Straße, die zum Verteidigungsturm führt, findet der Besucher den Tempel von Aghios Panteleimonas. Er wurde um das Jahr 1889 herum errichtet. Und natürlich steht hier auch das Museum aus dem Jahre 1992, in dem der Besucher die Relikte des Klosters bestaunen kann.

Die Mosaike
Die großzügigen Spenden von Konstantin IX wurden teilweise für die Herstellung der Mosaike verwendet. In Griechenland haben sich neben den Mosaiken der Nea Moni nur zwei weitere aus der postbyzantinischen Zeit erhalten. Durch ihre spezielle Technik vereinen die Mosaike dramatische Momente mit klösterlichem Purismus. Ein goldener Hintergrund umgibt das Mosaik. Durch die Lichtreflektionen wird das Transzendente der Darstellungen betont. Es scheint fast, als ob sich die Formen in einer erhabenen und übersinnlichen Welt bewegen. Die außergewöhnliche Qualität der Darstellungen sowie die Tatsache, dass die Künstler ihr Handwerk in Konstantinopel erlernt hatten, macht diese Mosaike zu den mit bedeutendsten Schöpfungen byzantinischer Kunst. Das Kloster gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Öffnungszeiten des Museums: Dienstag bis Sonntag von 9 bis 13 Uhr, montags geschlossen.
Telefon: +30 22710 79370
Eintritt: 2 Euro, für griechische Schüler und Studenten 1 Euro.