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Insel Chios Reiseführer, Chios Griechenland
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Festung von Chios
 

Nördlich vom Hafen von Chios liegt die Festung (griech. "Kastro") der Stadt (ungefähr 400 x 450 m). Sie spielte im Mittelalter und in der Moderne eine wichtige Rolle im öffentlichen sowie im militärischen Leben. Die ehemals byzantinische Bauweise (9. und 10. Jahrhundert n. Chr.) wurde nach und nach in die später genovesische Festung integriert. Hier befand sich der Sitz des Verwaltungszentrums von Civitas Chii. 

An dem Gebäude findet man Bauelemente, die aus dem 14. bis 18. Jahrhundert stammen. Grund dafür ist, dass jeder Eroberer die Festung – und besonders die ins Inselinnere zeigende Seite - nach seinen Wünschen gestaltet haben wollte. Durch die zahlreichen Angriffe von 1828, das Erdbeben von 1881 und die Errichtung des Hafens hat sich die Erscheinungsform der Festung jedoch sehr verändert. Beglaubigten Dokumenten zufolge war die Festung nicht nur der Sitz der Verwaltung, sondern auch des Castellano und des lateinischen Bischofs. 
 
Burgmauer mit Eingang zur Festung
 

Früher standen in der Festung auch Kirchen und Herrenhäuser, deren Schönheit viele Besucher anzog. Heute sind die Gebäude jedoch nicht mehr zu identifizieren. Während der türkischen Besatzung war die Festung ausschließlich von Türken und Juden bewohnt. Nach der Vertreibung der Griechen aus Kleinasien hausten hier die Flüchtlinge. 

In die Festung gelangt man durch das südliche Tor (Porta Maggiore), dessen Zugang durch einen Burggraben und einen runden Turm zu seiner rechten geschützt ist. Eine große Inschrift über dem Tor ziert das Bild des Löwen von St. Mark und trägt den Namen des Dogen Silvestro Valerio. Die Türken übertünchten die Inschrift. Obwohl die Venezianer das Tor nach dem Jahre 1694 noch einmal neu errichteten, ist sie heute nur schwer zu lesen.  
 
Giustiniani-Palast
 
Ein Gewölbegang führt zum Palast des Giustiniani. Dieses sehenswerte Gebäude stammt aus dem 15. Jahrhundert und wurde gerade renoviert. Heute dient es als Ausstellungsort für frühchristliche Mosaike, byzantinische Fresken und Holzschnitzereien. 
Nicht weit entfernt liegt ein düsteres Verlies, in dem 70 chiotische älteste und der metropolitanische Bischof Platon gefangen gehalten und am 23. April 1822 während des griechischen Unabhängigkeitskrieges gehängt wurden. Der viereckige Kerker misst 10 x 8,5 m. Sein Dach besteht aus vier kreuzförmigen Bogengängen. In der Nähe befindet sich ein kleiner Friedhof. Hier wurden zwischen den Jahren 1822 und 1890 eine Großzahl von Türken beerdigt. Der berühmteste unter ihnen ist der türkische Marineadmiral Kara Ali. Konstantin Kanaris von Psara tötete ihn, indem er das türkische Flagschiff Bourlota Saimaz am 7. Juni 1822 zerstörte. Auf diese Tat hin folgte das Massaker von Chios. Das Grab des Admirals besteht aus zwei Säulen, in deren Mitte der marmorne Sarkophag liegt. Eine Säule ist mit den charakteristischen Blättern des türkischen Barocks verziert. In die andere ist eine lobreiche Grabinschrift des Poeten Fourouyi eingraviert. 
 
Burgmauer mit Wachturm
 

An der Hauptstraße der Festung liegt die Moschee Bairakli Tzami sowie die Kirche des St. Georg, früher Eske Tzami genannt. In der nördlichen Ecke der Festung findet der Besucher die türkischen Bäder aus dem 18. Jahrhundert mit ihrem runden Dom sowie den Turm der Zeno, dessen Verteidigungsanlagen aus der venezianischen Bauphase von 1694 stammen. Die zum Meer gerichtete Mauer weist genovesische Einflüsse auf. Leider befindet sie sich in einem baufälligen Zustand. Die Einfahrt in den Hafen von Chios wurde einst durch eine kleine Seefestung (Bourtzi) kontrolliert, die heute aber nicht mehr existiert. 

Weitere Sehenswürdigkeiten in der Festung sind die Krya Vrysi, eine halb unterirdische Zisterne byzantinischer Bauweise, und Koules, ein türkischer Turm, der aus antikem Baumaterial errichtet wurde. Thymiana-Stein wechselt sich regelmäßig mit dem grauen Stein aus Phokaia und anderen Baumaterialien ab. Dadurch bietet die Festung von Westen ein beeindruckendes Bild. Das Wappen von Genua und der Giustiniani sowie das Datum 1425 finden sich heute noch an ihrem Originalplatz an einem Turm hinter dem Rathaus.
 

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