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Byzantinisches Museum von Chios

Das Byzantinische Museum von Chios ist in einer osmanischen Moschee aus dem 19. Jahrhundert untergebracht. Es liegt am Vounaki-Platz. Seit 1980 wird es als Museum genutzt. Hier findet der Besucher Leihgaben sowie Funde, die in örtlichen Ausgrabungen entdeckt wurden. Die Zeitspanne der ausgestellten Objekte reicht von der frühchristlichen bis zur postbyzantinischen Periode (5. bis 18. Jahrhundert n. Chr.).

Das Museum besteht aus einem mit Ziegeln gedeckten Tor, einem weitläufigen Erdgeschoss und einem Hauptraum. Von der Moschee kann der Besucher zurzeit nur die Eingangspforte und den Hof besichtigen, die anderen Teile werden noch restauriert. Im Hof findet man während der Ausgrabungen entdeckte muslimische und jüdische Gräber. Hier befindet sich auch eine bemerkenswerte Skulpturensammlung, die aus der Zeit der genovesischen Herrschaft von Chios (1345-1566) stammen und als Beweis für diese Periode gelten.

Zu diesen Objekten gehören beispielsweise der Sarkophag des Ottuboni Giustiniani, der im Hof neben den Treppen steht, sowie zwei große Marmorblöcke, die aus einem Türsturz stammen. Sie zeigen Aghios Georgios (Heiligen Georg), wie er einen Drachen tötet. Mindestens eines dieser Werke stammt aus Genua.

Rechts des Hofes kann der Besucher Kanonen aus Eisen und Messing begutachten. Sie stammen aus der Festung von Chios. Zwei von ihnen wurden in den Jahren 1687 und 1689 gefertigt. Eine dritte Kanone stammt, dem französischen Wappen nach zu urteilen, aus Frankreich.

Weiter findet der Besucher Säulenkapitelle aus dem 6. Jahrhundert v. Chr., beeindruckende Säulenblöcke mit Kreuzen und andere Objekte aus verschiedenen Kirchen von Chios. Die Wandfresken stammen aus der byzantinischen Kirche der Panaghia Krina, die im späten 12. Jahrhundert errichtet wurde. Die Malereien wurden allerdings erst im Jahre 1734 vom Maler Michael Chomatzas hinzugefügt.

Zu den bedeutendsten Stücken der gegenwärtigen Ausstellung gehört ein Fresko von Michael Chomatzas aus dem Jahre 1734, das drei schlafende Mädchen zeigt. Dabei handelt es sich um eine Szene der Wunder des Aghios Nikolaos. Das Wandgemälde stammt aus der Kirche der Panaghia Krina. Ein weiteres außergewöhnliches Ausstellungsstück sind zwei Türstürze aus Marmor, die Aghios Georgios zeigen, wie er einen Drachen tötet. Dieses Stück Genoveser Kunst stammt aus der Renaissance.

Öffnungszeiten des Byzantinischen Museums:
Dienstag bis Sonntag von 8:30 bis 13:00, montags geschlossen.
Telefon: +30 22710 81337
Eintritt: 2 Euro, für griechische Schüler und Studenten 1 Euro.